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  • nadinemohov

Was passiert eigentlich während einer Wehe?

Aktualisiert: 24. Apr. 2023

Wehen sind Kontraktionen der Gebärmutter - so oder so ähnlich liest man es im Internet, wenn man wissen möchte, was Wehen eigentlich sind. Doch hinter einer Wehe, verbirgt sich so viel mehr erstaunliches!

Wehe Kontraktionen

Die Gebärmutter - Babys Höhle während der Schwangerschaft!

Die Gebärmutter ist der Ort im Körper einer Schwangeren, in der sich ein Baby bis zur Geburt entwickelt und wächst. Sie ist sozuagen ein sicheres und gemütliches Nest für das Baby.

Die Gebärmutter ist das weiblichste Organ in dem Körper einer Frau. Sie liegt im Unterbauch des weiblichen Körpers und ist mit den Eileitern verbunden. Mit Hilfe der Beckenbodenmuskulatur und den sogenenannten Haltebändern oder auch Mutterbändern, wird sie in ihrer Position gehalten. Die Gebärmutter tragen Frauen ein Leben lang in ihrem Körper - aber ihre eigentlich Funktion, übt sie erst in der Schwangerschaft aus. Und für diese Aufgabe, bereitet sie sich Monat für Monat vor!

Jeden Monat produziert sie nämlich aufs Neue eine Schicht aus Gebärmutter-Schleimhaut mit einer Dicke von ca. 6 mm. Kommt es zu keiner Befruchtung, wird diese wieder mit dem Menstruationsblut ausgeschieden. Wird aber nun innerhalb eines Zyklus eine Eizelle befruchtet, dann kann sie sich in dieser Gebärmutter-Schleimhaut einnisten - ein Baby entsteht.


Die Gebärmutter - ein Wunderwerk der Natur!

Innerhalb von ca. 40 Wochen, wächst, bei erfolgreicher Befruchtung und Einnistung, in der Gebärmutter ein vollständiger, kleiner Mensch heran. 40 Wochen lang, liegt das Baby hier, umhüllt von Fruchtwasser und der festen Muskulatur der Gebärmutter. Und irgendwann ist es dann soweit und die Geburt rückt näher. Während der Schwangerschaft hat sich die Gebärmutter bereits auf den Moment der Geburt vorbereitet. Immer wieder hat sie "geübt". Und am Tag der Geburt gibt sie alles!

Muskulatur Gebärmutter
Die 3 Muskelschichten innerhalb der Gebärmutter (Links: Äußere, längslaufende Muskelschicht; Mitte: Mittlere Muskelschicht; Rechts: Innere, ringförmige Muskelschicht)

Doch bevor wir darauf eingehen, was die Gebärmutter während der Geburt macht, müssen wir sie uns noch näher anschauen. Die Gebärmutter besteht, wie auf dem Bild zu sehen, aus 3 Muskelschichten. Wir haben hier die äußere Muskelschicht (Bild Links), die mittlere Muskelschicht (Bild Mitte) und die innere Muskelschicht (Bild Rechts).

Die mittlere Muskelschicht besteht hauptsächlich aus Blutgefäßen. Sie verorgt die Gebärmutter mit außreichend frischem, sauerstoffhaltigem Blut und ist somit für die Versorgung dieses Organs zuständig. Sie spielt jedoch für die Geburt keine besonders große Rolle.

Für die Geburt wichtig, sind die äußere und die innere Muskelschicht. Die äußere Muskelschicht verläuft längsformig. Sie ist es, die während der Schwangerschaft für die Übungswehen und während der Geburt für die Geburtswehen zuständig ist. Diese Muskulatur arbeitet, in dem sie sich immer wieder anspannt und wieder los lässt. Sendet der Körper nun die Botschaft aus, dass die Zeit gekommen ist, das Baby zu gebären, kommt es zu starken Kontratkionen in der Gebärmutter, die das Baby herausschieben.

Die innere Muskelschicht verläuft ringförmig um die Gebärmutter. Sie spielt während der Geburt den passiven Teil. Während die äußere, längsförmige Muskulatur arbeitet und schiebt, soll sich die innere Muskelschicht entspannen und locker lassen. Wie auf dem Bild zu sehen, wird die Muskelschicht nach unten hin (Gebärmutterausgang) verdichteter. Das hat den Grund, da sie das Baby in der Gebärmutter halten soll. Während der Schwangerschaft macht diese Muskelschicht also "zu" - das Baby soll ja nicht frühzeitig heraus fallen! Findet die Geburt statt, muss sie jedoch locker werden und sich entspannen, damit das Baby auch herauskommen.


Arbeiten nun die äußere und die innere Muskelschicht harmonisch gemeinsam, findet ein perfektes Zusammenspiel statt! Die äußere, längsformige Muskelschicht schiebt, während einer Wehe, das Baby heraus und die innere, ringförmige Muskelschicht lässt jede Wehe mehr los und wird lockerer. Das Baby kann schnell und einfach geboren werden!


Heutzutage wird den Frauen jedoch immer wieder Angst gemacht - sei es durch Medien oder Erzählungen. Sie gehen mit Sorgen, Zweifel und Unsicherheiten in die Geburt - sie sind angespannt. Und wenn die Frauen angspannt sind, dann ist es auch ihre eigene Gebärmutter. Es ist ja nicht nur ein Teil des Körpers angespannt und der andere total locker und gelassen. Unser Körper ist eins - alles arbeitet in wundervoller Weise zusammen. Ist Frau also angespannt, sind es sämtliche Muskeln in ihrem Körper (inkl. der Gebärmutter) auch!

Ist die Gebärmutter angespannt, kann sie nicht loslassen. Die innere Muskelschicht, die sich ja entspannen soll, verkrampft sich und macht "zu". Doch die Geburt findet irgendwann statt - das Baby muss ja irgendwann heraus. D.h. die Wehen setzen ein und die äußere Muskelschicht beginnt zu arbeiten. Sie versucht das Baby herauszuschieben - doch wenn die Frau angespannt ist, trifft sie auf Widerstand, denn die innere Muskelschicht ist angespannt. Und was dann passiert kann man sich vorstellen - Schmerzen, ein langer und komplizierter Geburtsverlauf und Interventionen.


Daher ist es wichtig, entspannt und möglichst gelassen in die Geburt zu gehen. Eine gute Möglichkeit Ängste, Sorgen, Unsicherheiten oder Zweifel schon früh aufzulösen, bietet ein HypnoBirthing Kurs! Durch diese Art der Geburtsvorbereitung wird die werdende Mutter nicht nur körperlich, sondern auch mental auf die Geburt vorbereitet. Man lernt mit seinen Ängsten und Sorgen umzugehen und entspannt der Geburt entgegen zu blicken!



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